Palast von Festos (ca. 10 km)

Nach dem Palast von Knossos der zweitgrößte minoische Palast auf Kreta. Er liegt auf einem Hügel in der Messará-Ebene und wurde ca. 1900 v. Chr. erbaut, aber bereits 1700 v.Chr. durch ein Erdbeben zerstört. Um 1600 v. Chr. wurde ein Neubau begonnen, der noch aufwendiger als der alte Palast werden sollte. Doch noch vor seiner Fertigstellung wurde er, wie auch die anderen Paläste auf der Insel, im Jahre 1450 v. Chr. durch eine rätselhafte Katastrophe zerstört.
Seit 1900 (a.d.) werden durch die italienische Archäologische Schule Ausgrabungen durchgeführt. Im Gegensatz zu Knossos wurden nur wenige Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt, was der Authentizität der Stätte zu Gute kommt. Der wunderbare Panoramablick über die Messará-Ebene und auf die steil ansteigenden Hänge des Ída-Gebirges zeigt, daß schon damals auf eine gute Lage geachtet wurde ;-).

Geöffnet von 8-20 Uhr, Eintritt 4 EUR (Stand Mai 03), für Schüler und Studenten aus EU-Ländern (mit internationalem Schüler- bzw. Studentenausweis) Ermässigungen bzw. freier Eintritt. Der gratis zu erhaltende Übersichtsplan über den Palast ist nicht sehr informativ. Es ist allerdings in jedem besserem Reisführer über Kreta eine Beschreibung der Anlage vorhanden. Führungen finden in verschiedenen Sprachen statt. Im Hochsommer sollte der Besuch nicht gerade in der Mittagszeit erfolgen.
 



Górtis (ca. 24 km)

Westlich von Agia-Deka befindet sich ein kleines, jedoch beeindruckendes Ruinengelände inmitten von Olivenhainen. Gortis wurde in griechischer Zeit für seine fortschriftliche Gesetzgebung bekannt. Die Gesetzestexte aus 500 bis 450 v. Chr. sind in Stein gehauen, bestehen aus zwölf Kolumnen, sind 10m lang und 2m hoch und beinhalten ca. 17.000 Buchstaben. Jede zweite Zeile ist von rechts nach links und spiegelverkehrt geschrieben ("Wie ein Ochse pflügt"). In den Texten werden der Alltag des bäuerlichen Lebens geregelt sowie Bestimmungen für besondere gesellschaftliche Probleme, wie Ehebruch, Beleidigung, Scheidung oder Erbrecht, festgelegt.
Die Römer machten nach ihrer Eroberung und Besetzung Kretas in den Jahren 64 bis 395 n.Chr. Gortis zu ihrer Hauptstadt und stellten von dort u.a. auch die Versorgung Roms mit Getreide sicher. Die erhalten gebliebenen Gesetzestexttafeln wurden von den Römern als Dekoration für ihr Theater verwendet. Das römischem Theater von Gortis sowie die die Ruine einer Kreuzkuppelkirche, der Titusbasilika, sind sehr gut erhalten.

Geöffnet von 8-20 Uhr, Eintritt EUR 4.- (Stand Mai 03), für Schüler und Studenten aus EU-Ländern (mit internationalem Schüler- bzw. Studentenausweis) Ermässigungen bzw. freier Eintritt. Im Hochsommer sollte der Besuch nicht gerade in der Mittagszeit erfolgen.



Zaros (ca. 35 km)

Der Ort liegt am Fuße der Rouwas-Schlucht und ist besonders bekannt durch seinen Wasserreichtum und seine, auf Kreta einzigartige, Forellenzucht. Über dem Ort liegt der mit einem Rundgang versehene, sehr schöne Quellsee, aus dem die Forellenbecken mit frischem Süßwasser versorgt werden. Das frische Bergwasser wird auch kommerziell genutzt und in Flaschen als (ausgezeichnet schmeckendes) Trinkwasser abgefüllt. Um den See existieren einige Gerüchte über versenkte Panzer aus dem zweiten Weltkrieg. Da der See jedoch extrem tief ist (nach der Legende reicht die Tiefe bis zum Mittelpunkt der Erde) konnten nie Beweise "an Land gezogen" werden.

Der See kann als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Kloster Agios Nikolaos oder in die Rouwas-Schlucht dienen (gut ausgebaute Wanderwege).



Vori (ca. 15 km)

Ein kleines aber feines ethnologische Museum mit Arbeitsutensilien verschiedener Berufszweige, wie z.B. von Bauern, Maurer, Schreiner, Schmied, Schuster oder Töpfer, finden Sie in dem kleinen Dorf Vori. Das Museum hat 1994 den europäischen Museumspreis erhalten und ist in einem ehemaligen Gutshaus untergebracht. Die Erklärungen zu den Exponaten sind in Englisch und Griechisch aufgeführt, ein farbiges Informationsheft über die Ausstellungsstücke ist ebenfalls erhältlich.

Das Museum ist von 10-18 Uhr geöffnet.

Museum in Vori



Mires (ca. 20 km)

Mires ist eine kleine Kleinstadt mit ca. 5000 Einwohner. Ein Krankenhaus, Ärzte Apotheken, Banken inkl. Bankomaten, Tankstellen, Postamt sowie grosse Supermärkte gewährleisten eine gute Versorgung für die Urlaubszeit.

Jeden Samstag von 7.00 bis 13.00 findet ein grosser Wochenmarkt statt, auf dem man u.a frisches Gemüse, Obst und Kleidung zu interessanten Preisen erstehen kann.



Timbaki (ca. 8 km)

Timbaki ist der nächste grössere Ort (ähnlich wie Mires) ist der Umgebung von Kalamaki. Es sind dort auch Ärzte, Apotheken etc. vorhanden. Auch Bäckereien, in denen man auch dunkles Brot erhält, befinden sich in Timbaki.

Jeden Freitag von 7.00 bis 13.00 findet auch dort ein Wochenmarkt statt. Die Auswahl ist jedoch geringer als in Mires.



Agia Galini (ca. 28 km)

Agia Galini ist ein ehemaliges malerisches Fischerdorf, dass allerdings mittlerweile vom Tourismus mehr als ausreichend erschlossen ist. Das Dorf befindet sich am Hang eines Berges, hat kleine enge Gassen mit vielen kleinen Läden, die zum Teil auch sehr schöne Dinge anbieten können. Für Silberschmuck-Lieberhaber: Das Geschäft von Toula Siosiolis und Theodoro Kavazis befindet sich links an der Hauptstrasse am Beginn einer Seitengasse, an der sich auch ein interessantes Ledergeschäft befindet.

Gutes Essen ist natürlich auch möglich. Ein Tip ist das Restaurant "Onar", dass eine schöne Terrasse mit Blick auf den Hafen.

Die Preise sind aufgrund des Tourismus höher als in Kalamaki. Über Hotels und Appartments liegen mir keine Informationen vor.



Matala (ca. 13 km)

Matala ein ebenfalls ehemaliges malerisches Fischerdorf, in dem der Massentourismus Einzug gehalten hat. Interessant sind die Höhlen aus der Jungsteinzeit, die in den sechziger- und siebzigerjahren für die Flower-Power-Kinder als Wohnstätte gedient haben (im Bild). Der Legende nach soll Zeus mit der Europa hier an Land gegangen sein.

Heute stehen dosensardinenartig angeordnet Sonnenschirme und Liegestühle an einem Sandrstand. Um die Mittagzeit ist auch im Ort bei den zahlreichen Geschäften einiges los, da Ausflügler aus Iraklio Station in Matala machen.

 

Termine kirchlicher Festivitäten mit
kretische Abenden ("Panigiri") in Kalamaki und Umgebung

Wann
Kirchenname, Ort und
Entfernung von Kalamaki
24. Juni
"Agio Pnevma" in Petrokefali, ca. 4 km
20. Juli
"Profitis Elias" in Kalamaki
6. August
"Methamorphosis tou Sotiros" in Kalimari,
ca. 2 km
15.August
"Tis Panagias" in Klima, ca. 12km
25. August
"Agios Titos" in Timbaki, ca. 7 km
29. August
"Agiou Ioannis" in Sivas, ca. 7km
26. September
"Agiou Ioannis" in Agiou Ioannis, ca. 5 km